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Mainline oder Distribution

Abhängig vom geplanten Einsatzkontext verfolgen wir in Hinblick auf Embedded Linux-Systeme zwei grundsätzliche Implementationsstrategien:

Für Design-Prototypen und Proof of Concept-Systeme kann eine Distribution wie etwa Yocto oder Buildroot der wirtschaftlichere Weg sein. Optimierungen, verteiltes Arbeiten, die spätere Wartung sowie beispielsweise eine Härtung sind in diesem Stadium nicht erforderlich, sodass man auf die oft bereits in Teilen verfügbare, unspezifische Zusammenstellung einer Distribution zurückgreifen kann. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn unsere Kunden bereits Distributionserfahrung haben und (zunächst) im vertrauten Tooling bleiben möchten.

Bei Produkten mit längerem Lebenszyklus, Produktfamilien mit Hardware- und Software-Varianten sowie bei zertifizierungs- oder auditierungspflichtigen Produkten empfehlen wir dagegen in der Regel einen Mainline-basierten Ansatz, also ein strikt auf die tatsächlich benötigten Komponenten reduziertes Board Support Package, dessen Komponenten direkt aus der jeweiligen Community bezogen werden.

    

Mainline Compliant Board Support Packages:
Trusted Source für Industrieprodukte

Ein solches Embedded Linux System ist transparent und einfach weiterzuentwickeln, zu pflegen, zu testen und zu qualifizieren. Dies gilt für ein einzelnes Linux-System und erst recht für eine Produktfamilie. Unerwünschte und unklare Wechselwirkungen zwischen den Komponenten sind auf das Mindestmaß beschränkt; der Ressourcenbedarf ist entsprechend gering. Vor allen Dingen aber können Verbesserungen aus der Community gezielt, direkt und mit minimalem Aufwand in das System übernommen werden. Dies können Paket-Updates oder beispielsweise Security-Patches sein.

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