 Dragonfire und SnakeBytes
 emlix Board Support Packages sorgen für Investitionsschutz und Kostenvorteile

Nicht immer sind Schlangen und Drachen Metapher für asiatische Überlegenheit in der Informationstechnologie: Das SnakeBytes-Kit von EBV Elektronik begründet nicht nur eine neue Klasse von modular aufgebauten und flexibel gestaltbaren Rechnerplattformen für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Es ist auch die Fortsetzung eines ungewöhnlichen Kooperationsmodells, des "Dragonfire", dessen Erfolg selbst die Protagonisten überrascht hat. 
Am Anfang stand in 2006 ein hoch integrierter Chip mit Namen Dragonfire (MCF5329) - der erste seiner Art, der Steuerung und Visualisierung sowie diverse Zusatzfunktionen in einem Prozessor zusammenfasst und das für einen sehr günstigen Preis. Doch EBV wollte mehr bieten: "Die Komplexität eines solchen Prozessors für industrielle Anwendungen ist heute so hoch, dass viele Kunden nicht mit vertretbarem Zeitaufwand in der Lage sind, sich die neuen Eigenschaften zu erschließen", erklärt der zuständige Application Manager für Zentraleuropa bei EBV Elektronik. Die Lernhürde sei einfach zu hoch. Also beschloss EBV kurzfristig, den Dragonfire im Kit mit einer Kreditkarten-großen Trägerplatine und einer Software anzubieten.
Zusammen mit dem Dragonfire-Hersteller Freescale Semiconductor und National Semiconductor beauftragte EBV weitere Mitspieler mit dem Bau des Dragonfire Kits. Sehr kurzfristig passte emlix Embedded Linux für den Dragonfire an und stellte ergänzende Softwarebausteine zusammen, um den Entwicklern ein Umfeld zu bieten, in dem sie Linux-Software auch unter Windows erproben und entwickeln können.
Bereits in den ersten vier Wochen wurden 150 Dragonfire Kits verkauft, 15 konkrete Kundenprojekte, bei denen der Dragonfire in der Serienfertigung zum Einsatz kommt, entstanden. Während der Dragonfire seinen Markt eroberte, waren die Kooperationspartner - ergänzt um zwei weitere Partner, Altera und Avago Technologies - längst dabei, ein Highend-Entwicklerboard samt Kit zu entwerfen: Das SnakeBytes-Kit enthält nicht nur einen Hochleistungsprozessor. Es lässt sich auch extrem flexibel nutzen. Der Entwickler ist beispielsweise nicht auf vorhandene Schnittstellen angewiesen. Fehlende Schnittstellen lassen sich per Software emulieren. Den Zugang zum Entwicklertool mit allen Möglichkeiten bietet wiederum ein Board Support Package von emlix. 
Denkbare Einsatzbereiche für den SnakeBytes sind beispielsweise die schnelle Verarbeitung von Qualitätssicherungsdaten in Automotive-Fertigungsstraßen oder die synchrone Verarbeitung von umfangreichen Bilddaten.
Voraussetzung für die unbürokratische Zusammenarbeit in beiden Projekten war und ist sicherlich, dass alle unmittelbar Beteiligten in Deutschland ansässig sind. Ohne regionale Distanz, Sprachbarrieren oder mehrere Zeitzonen sind schnelle vertrauensvolle Absprachen deutlich einfacher.
"Flexibilität und Kreativität statt Formalismus und Fleiß", so das EBV-Statement. Ohne persönlichen Kontakt kann man eben nur bereits zu Ende gedachte Projekte an externe Auftragnehmer "offshore" vergeben. EBV differenziert sich nicht nur mit dem SnakeBytes-Kit selbst von der Konkurrenz, sondern auch mit Spezialistenteams, die die Anwender bei der Konzeption eigener Produkte mit Dragonfire- und SnakeBytes-Herz unterstützen und das Kit kontinuierlich weiterentwickeln: Bereits im dritten Quartal 2007 erschien die Professional Edition des SnakeBytes Board Support Packages von emlix.
emlix profitiert bereits von Folgeaufträgen. Denn genau hier offenbart das Wertschöpfungsmodell des Betriebssystems mit dem Pinguin seine charmante Seite. Gezahlt wird nur für die Entwicklungs-Dienstleistung. Lizenzkosten für die Betriebssystemsoftware sind durch die weltweit gültige Linux-Lizenz (GPL, general public license) strikt verboten. Ein echter Investitionsschutz und Kostenvorteil für den Anwender. Voraussetzung dafür ist jedoch in vielen Projekten und Produktfamilien, am eigenen Standort Zugriff auf das spezielle Know how im Embedded Linux-Bereich zu haben. Wenn sich der Trend verstärkt, hat Deutschland gute Chancen, wieder einmal Know-how-Führer zu sein – in einer sehr globalen IT-Welt. 
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