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 |  Unterstützung für Feldbus-Systeme
Feldbus-Systeme sind spezielle Kommunikationssysteme. Sie werden häufig eingesetzt, wenn es darum geht, Systeme von Knoten bestehend aus Aktoren, Sensoren und Überwachungsfunktionen miteinander zu vernetzen. Der Vorteil vieler Feldbusse ist dabei eine sehr robuste Kommunikation bei gleichzeitig einfacher Implementierung in Hard- und Software, wodurch es möglich wird, die Sensoren und Aktoren mit kleinsten Mikroprozessoren zu betreiben. Daneben gibt es eine weitere Klasse von Feldbussysteme für spezielle Einsatzgebiete, die an den Übertragungsweg harte Echtzeitanforderungen stellen (garantierte Zykluszeiten und Latenzen), und die auf Spezialhardware und spezielle (nicht-offene) Protokollstacks aufbauen.
Die erste Klasse von Feldbussystemen, zu denen CAN, LON oder auch der relative neue Standard Pyxos gehören, sind in den verschiedensten Bereichen anzutreffen – von der Automobilindustrie über die Gebäudetechnik bis hin zur Home Automation. Für einige dieser Feldbussysteme hat emlix die entsprechenden Software-Stacks auf Linux portiert (z.B. Pyxos FT und LON über SPI) und bereits in Kundenprojekten erfolgreich eingesetzt, andere (z.B. CAN) sind bereits als generisches Framework in den Linux-Kernel aufgenommen worden. Damit steht einer Verwendung dieser Feldbussysteme zur Erstellung von intelligenten Knoten oder Gateways nichts im Wege. Hier zeichnet sich deutlich eine Tendenz hin zu Multifunktions-Kontrollern mit Linux als Betriebssystem ab, die von den vorhandenen Möglichkeiten intensiven Gebrauch machen. So lassen sich beispielsweise Prozesskontrolle, Feldbus-Koppler, Ethernet-Adapter, Alarm-Management und Bedienstation mit grafischer Benutzeroberfläche in einem Gerät vereinen. Die Leistungsfähigkeit der heutigen Embedded-Geräte kombiniert mit der Schnittstellenvielfalt und der Unterstützung derselben durch Open Source Software machen solche komfortablen Lösungen erst möglich.  CAN - Controller Area Network
CAN ist ein Feldbussystem, bei dem kurze von jedem Knoten aus kurze Nachrichten per Broadcast an alle angeschlossenen Geräte geschickt werden. Es gibt keine Sender- oder Empfängeradressen, nur die Art einer Nachricht wird über einen vorgestellten Identifier (11 Bit, bis zu 29 Bit ab CAN 2.0B) gekennzeichnet. Empfänger können die für sie interessanten Nachrichten anhand des Identifiers filtern. CAN wird vor allem im Automotive- und im industriellen Bereich verwendet. Mit der Version 2.6.25 hat ein generisches Framework in den Linux-Kernel Einzug gehalten, das CAN-Adapter ähnlich wie Netzwerk-Geräte behandelt. Socket-CAN stellt der Applikation BSD-Sockets zur Verfügung, um CAN-Telegramme zu senden und zu empfangen.  PyxosFT
Pyxos Free Topology (PyxosFT) ist ein kürzlich von Echelon entwickelter Feldbus-Standard, der speziell für Home Automation gedacht ist. Bis zu 16 Geräte können in einem Netzwerk miteinander verbunden werden, wobei eines die Rolle des Bus Masters einnehmen muss. Jeder zusätzliche Slave-Knoten bekommt vom Master einen Zeitschlitz zugewiesen, in dem er Daten senden und empfangen darf. Bei Pyxos werden einfache Meß- und Regelgrößen zwischen den Slaves und dem Master ausgetauscht, der zu steuernde Prozess wird auf dem Master implementiert. Der Vorteil von Pyxos ist die enorm geringe Größe des Übertragungschips, der flexibel an einen Microcontroller angebunden werden kann (z.B. über SPI) sowie die einfache 2-Draht-Verkabelung. Selbst die Stromversorgung der Slaves kann über die beiden Signalleitungen realisiert werden. Pyxos stellt keine Anforderungen an die Topologie der Verkabelung – es ist egal, ob die Knoten sternförmig, linear oder im Kreis miteinander verbunden sind. Pyxos kann sich nahtlos in existierende LON-Netzwerke integrieren und die Rolle eines lokal beschränken, intelligenten Subnetzes übernehmen. Entsprechende Gateways sind leicht zu implementieren, was mit darin begründet ist, dass bei LON und Pyxos dieselbe Datenkodierung verwendet wird: SNVT (Standard Network Variable Types).  LON (Local Operating Network)
LON (Local Operating Network) ist ein lange etablierter Feldbusstandard der Echelon Corporation. Er findet neben anderem auch in der Gebäudeautomatisierung häufig Anwendung. Abweichend von anderen Feldbus-Systemen ist bei LON viel "Intelligenz" in den einzelnen Netzteilnehmern verbaut. Dies führt dazu, dass komplette Steuerungsaufgaben direkt im Netzwerk realisiert werden können. Auf einen zentralen Controller kann somit verzichtet werden. Das Einrichten, Debugging und die komfortable Kontrolle des Netzwerks beispielsweise via GUI sind jedoch Aufgaben, die durch Embedded LInux Systeme ideal übernommen werden können. Die erforderlichen Stacks (FTXL, ShortStack u.a.) können unter Linux verwendet werden, so dass der LON-Integration in ein Linux und von dort in Ethernet oder andere Feldbusse nichts im Wege steht. Ebenso können mit Linux Endgeräte erstellt werden, die über optisch ansprechende grafische Oberflächen dem Nutzer eine intuitive Steuerung und Kontrolle ermöglichen. 
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