(28.02.2007, Göttingen) Mit der SnakeBytes Referenzdesign-Plattform für rechenintensive Industrie-Applikationen setzen die EBV Elektronik, emlix, Freescale Semiconductor, National Semiconductor, Altera und Avago Technologies ihre Erfolgsgeschichte der Entwicklung von innovativen Referenzdesigns fort. Die SnakeBytes-Lösung von EBV begründet eine neue Klasse von modular aufgebauten und flexibel gestaltbaren Rechnerplattformen für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Sie wurde in der vergangenen Woche auf der embedded world in Nürnberg erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Hauptbestandteile des SnakeBytes-System sind ein PowerQUICC II Pro Prozessor MPC8349, ein FPGA-basiertes peripheral/co-processor board mit einem Altera Stratix II EP 2530 und mehrere Add-On Boards für Peripherie- und Input/Output Konfiguration. Die Anbindung des FPGAs an den Prozessor kann je nach Variante über eine PCI-Schnittstelle oder Localbus für Niedriglatenz-Datenübertragung erfolgen.
Mit dem System können in kurzer Zeit Lösungen entwickelt werden, die die individuellen Input/Output Anforderungen einer Applikation erfüllen. Hierfür werden auf dem SnakeBytes-eigenen FPGA Input/Output-Module wie beispielsweise CAN, RS485 oder andere Industriestandard- Schnittstellen in Software hinzugefügt und konfiguriert.
Die (wechselnden) Anforderungen des Anwendungskontextes sowie Varianten eines Produkts können damit ohne Veränderung der Hardwareplattform wirtschaftlich realisiert werden. Das System ermöglicht darüber hinaus eine einfachere Umsetzung von Lebenszyklusanforderungen wie etwa Skalierbarkeit.
Das von emlix entwickelte Linux Board Support Package (BSP) enthält eine modulare Treiberschicht, die die notwendige Unterstützung für die frei konfigurierbare Peripherie des FPGA-Erweiterungsboards bietet. Das Embedded Linux-BSP basiert auf dem Freescale Linux Target Image Builder (LTIB) für das RioGrande Board.
Das emlix-BSP ermöglicht dem Entwickler, SnakeBytes-spezifische Funktionalitäten schnell in eigene Software-Applikationen umzusetzen und damit die Vorteile eines modularen Hardware-Designs mit den Vorteilen eines Quellcode-offenen Betriebssystems zu kombinieren. Das emlix-BSP gehört obligatorisch zum EBV-SnakeBytesKIT.
Diese Lösung lässt beispielsweise die Ansteuerung eines TFT-Touchscreen mit SRAM und einfacher 2D Beschleunigung zu. Außerdem werden ein duales high-speed-ADC-Modul und ein CAN-Modul unterstützt. Zusätzlich zum von emlix angepassten Kernel bietet das BSP als Crosscompiler den gcc und ein Rootfilesystem. Darüber hinaus enthaltene Demoapplikationen und kleine Beispielprogramme sorgen für einen schnellen und komfortablen Einstieg in die Entwicklung eigener Applikationen.
emlix bietet neben einem einführenden Training, Consulting und weltweitem Support Entwicklungsdienstleistungen für SnakeBytes-Projekte an.
SnakeBytes ist ein weiteres Beispiel für die Entwicklungs- und Distributions-Kooperation zwischen den Herstellern aktiver und passiver Bauelemente, einem Distributor und einem Software-Systemintegrator. Sie wird seit mittlerweile zwei Jahren erfolgreich gelebt. Ähnlich wie beim 2006 vorgestellten Dragonfire-Referenzdesign ist die Zielsetzung dieser Zusammenarbeit, den Entwicklungsabteilungen umfangreiches Hardware- und Software-Lösungs-Know how zur Verfügung zu stellen.
Insbesondere der Software Support geht damit weit über die einfache Unterstützung von Schnittstellen durch rudimentäre Treiber und Board Support Packages hinaus. Neben der schnelleren Übernahme moderner Bauteile und Designs in eigene Produkte steht eine weitreichende Softwareunterstützung auch bei der Entwicklung von Applikationen im Mittelpunkt des Lösungsangebots für Kunden.
Darüber hinaus kommen die Partner mit ihren Produkten der steigenden Nachfrage nach Quellcode-offenen und Lizenzkosten-freien Betriebssystemlösungen für anspruchsvolle industrielle Embedded-Anwendungen nach.
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